Basisrente

Die Rürup- oder Basisrente zählt zur privaten Altersvorsorge und soll Vergleichbares leisten wie die gesetzliche Rentenversicherung oder berufsständische Versorgungswerke, ist damit also eine sogenannte Basisvorsorge. Sie ist speziell interessant für Selbstständige, Freiberufler, Arbeitnehmer mit hohem Einkommen und Beamte. Denn Beiträge von gut 23.712 Euro im Jahr lassen sich zu 86% von der Steuer absetzen (Stand 2018).

Wer viel verdient, kann den kompletten Maximalbetrag der Rürup-Rente ausschöpfen und sich auf diese Weise den bestmöglichen Steuervorteil sichern. Doch auch kleinere Beiträge machen sich in der Steuererklärung bemerkbar.

Was zeichnet einen Rürup-Vertrag aus?

Ein Rürup-Vertrag ist ein privater Vorsorgevertrag, meist eine Rentenversicherung. Er hat jedoch bestimmte Merkmale und ist entsprechend zertifiziert. Die Rentenversicherung kann sowohl Fonds basiert, klassisch oder mit alternativen Anlagekonzepten ausgestattet sein.

Der wichtigste Unterschied zu einer nicht geförderten privaten Rentenversicherung ist, dass sich das angesparte Kapital nicht auszahlen lässt. Der Versicherer zahlt immer die lebenslange Rente aus, der Vertrag funktioniert also vergleichbar der gesetzlichen Rente.

Rürup-Verträge lassen sich nicht kündigen, sie können höchstens beitragsfrei gestellt werden oder auf einen Mindestbeitrag monatlich reduziert werden. Was natürlich in einer finanziellen Notlage, sei es z.B. Hartz IV oder eine Insolvenz dazu führt, dass das Kapital für die Rente erhalten bleibt und nicht aufgezehrt wird.

Das Sparguthaben kann nicht auf einen anderen Versicherten übertragen oder vererbt werden. Der Vertrag ist auch nicht beleihbar.

Individuell kann ein Bezugsrecht im Todesfall (Ehepartner oder kindergeldberechtigte Kinder) vereinbart werden (Beitragsrückgewähr). Verstirbt der Rürup-Sparer während der Rente, kann er eine Auszahlung an die Hinterbliebenen vereinbaren (Rentengarantiezeit oder Hinterbliebenenrente). All diese Regelungen haben jedoch einen Einfluss auf die Rentenhöhe des Versicherten, je stärker dieser seine Familie berücksichtigt, desto geringer die Rente bei gleichem Beitrag.